Der chinesische Grastanz

Der chinesische Grastanz

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DIE VERNEINUNG DER SELBSTBEFRAGUNG

 

Harri Schemm und ich zelebrieren einen ganzen Abend lang  Performances. Lustvoll  und tiefgründig huldigen wir den Absurditäten des Lebens.

 

Der chinesische Grastanz:

 

Harri spielt auf seiner Ukulele und improvisiert dazu ein Lied über seine Nachbarn.

Ich lasse meine beiden Arme unabhängig voneinander, jeder in seinem eigenen Rhythmus, tanzen. Auf dem Kopf trage ich eine Perücke aus Gras.

 

Glowing Pickel:

 

Ich halte eine saure Essiggurke zwischen einer Grillzange. Die beiden Enden werden verkabelt. Harri  jagt Strom durch die Gurke, die rot erglüht.

 

Love Song:

 

Ein ausgedienter Autoreifenschlauch, ein Kompressor.

Wir setzen Helme auf und ziehen Stiefel an.

Wir stellen den Kompressor an und steigen in den Reifen.

Wir müssen uns aneinander klammern um den Platz aus zu ballancieren

Der Schlauch schwillt an.

Bei den Zuschauern befindet sich ein langer Stock, an dem ein Messer befestigt ist, um im Notfall den Reifen platzen zu lassen.

 

Harri bläst Hilla, Hilla bläst Harri:

 

Ein Tisch, ein Mikrofon, eine Schere.

Wir schieben, setzen oder legen uns abwechselnd in Position, um uns dann gegenseitig Löcher in die Kleider zu schneiden. wir pressen unsere Lippen auf die frei gelegte Haut und blasen was das Zeug hält. Lustvoll intonieren wir von zart gesäuselt bis hin zu explosiven Knattern.

 

Nonverbale Kommunikation.

 

mit Harri Schemm

 

1999, Kunstraum Offenbach, Deutschland