Foto: Uwe Arens

Foto: Uwe Arens

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WILD WECHSEL

 

gehen

atmen

balancieren

 

was nehmen wir mit

 

 

 

Die Performance:

 

Eine Landschaft wird ausgebreitet. Der Raum verändert sich. Verschieden Dinge passieren gleichzeitig.

Kleine Inseln aus Gegenständen und Aktionsräume werden installiert und initiiert, die das Publikum dazu veranlassen sich selbst zu bewegen, entweder weil sie  sich innerhalb der Aktionsfläche befinden oder weil ihre Neugierde geweckt wird und sie genauer sehen wollen, was passiert oder weil sie zu direkten Empfängern von Wünschen werden.

Durch diese Landschaft führt ein Weg. Er ist gekennzeichnet von der Mühe ihn zu bewältigen. Und er weckt Wünsche.

Die direkt an das Publikum heran getragenen Wünsche öffnen das Geschehen und fordern aktive Teilnahme.

 

Es ist eine Performance über das Unvorhersehbare und die Unaufhaltsamkeit der Zeit.

 

Das Leben steht dem Tod gegenüber. Immer.

Die Natur steht dem Schaffen der Menschheit gegenüber.

Wo beginnt Natur und wo hört sie auf?

 

Das Leben ist eine komplexe Angelegenheit und findet auf vielen verschiedenen Ebenen statt: der tatsächlichen, realen, die die Rahmenbedingungen bestimmt und denen, die sich dazu in irgend einer Weise verhalten (müssen).

 

Die Entwicklungsgeschichte der Menschheit basiert auf diesem System.

Wir neigen dazu die momentane Realität als absolut zu nehmen.

Doch schaut man genauer hin wird man feststellen, dass es so etwas wie einen immer währenden Zustand nicht gibt.

Wir messen Veränderungen an unserer Lebenszeit und unserem Lebensstandard. Alles steht in Relation zu unserem persönlichen Erleben und Empfinden.

 

Wir werden überschwemmt von Informationen und Bildern. Wir wissen um Kriege, Ausbeutung, Korruption und Machtmissbrauch. Wir wissen um den Wandel des Klimas, der Veränderung von Lebensraum und Umständen mit sich bringt.

 

Wir nehmen hin, dass die Welt so ist.

Wir sind Täter und wir sind Opfer.

Wir sind einfach.

 

Doch was wissen wir über uns?

Welche Strategien und Möglichkeiten des Handelns haben wir?

Wie sieht unser Leben aus?

Woher nehmen wir die Kraft und den Mut unser Leben zu leben?

 

Fragen lösen sich aus der Komplexität und kristallisieren sich als Wünsche.

Die Summe der Wünsche jedes einzelnen wird kollektiv.

Es geht immer um Vertrauen:

- der Wunsch nach Berührung

- der Wunsch nach Gemeinsamkeit

- der Wunsch gehalten und getragen zu werden

- der Wunsch, Verantwortung abzugeben

 

2011, Berlin, Germany