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Stardust

STARDUST

 

ist eine partizipative Installation und Performance, die das Sterben als einen Akt der Ermächtigung, Selbsttransformation und radikale Fürsorge betrachtet. Es ist ebenso eine künstlerische Meditation über das Sterben wie über das Leben. STARDUST versucht uns ahnen zu lassen, wie eng wir als Menschen untereinander, aber auch mit allen Nicht-Menschen und der natürlichen Welt verbunden sind. Über acht Tage hinweg entfaltet STARDUST sich als interaktive, sensorische und lebendige Installation. Die BesucherInnen sind eingeladen, ihre eigenen Trauerreden zu verfassen, einem Audioguide ("Instructions for Dying") zu lauschen oder an intimen Gesprächen über das Sterben teilzunehmen. Die übergreifende Erzählung folgt den acht Stufen der Transformation des Todes im tibetischen Buddhismus. Sieben PerformerInnen (30 - 64 Jahre alt) führen an je einem Tag ihre individuellen Sterberituale vor. Ihre Themen reichen von kollektivem Begräbnis, Loslassen und Verschwinden bis hin zu Heilung, Erinnerung und Verbundenheit. Am letzten Tag führen sie ein Gruppenritual durch, bei dem alle entstandenen Trauerreden zu Staub verwandelt werden - eine Erinnerung daran, dass wir alle aus Sternenstaub gemacht sind.

 

WASSER, das zweite Ritual

von Hilla Steinert

 

Begreifst du denn nicht? Reifer werden die Trauben, wenn sich der Stand der Sonne senkt. Dichter wird der Pelz des Wolfes, wenn es Winter wird. Lichter werden die Baumkronen, wenn der Herbstwind hindurch fährt. So verknöchern die Knorpel, das Flussbett trocknet aus und das Fleisch verwest. 

 

Erinnerungen sind fliessend. Wir alle schwimmen im Fluss unserer Erinnerungen. Unser Körper  besteht bis zu 90% aus Wasser. Ein das Tor, das Leben und Tod verbindet. 

 

In meinem Ritual möchte das Publikum dem Bewusstsein näher bringen, dass da mehr ist. als unser individuelles Dasein. Ich werde an 5 Menschen erinnern, die gestorben sind, deren Leben und Tod eng mit mir verbunden sind. Stellvertretend für alle, die nicht genannt werden.

 

 - - dass sie sind - - ein Staubkorn im Strahle einer der Sonnen - - klingen mit - -

(Zitat von unbekannt)

 

Produktion: Ming Poon 
Koproduktion: MIFRUSH Production  
Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.

Künstlerische Leitung & Choreografie: Ming Poon


Performance: Veronika Heisig, Lee Mun Wai, Birte Opitz, Vera Shchelkina, Hilla Steinert, Lisa Stertz, hugo-huga x tibiriçá


Choreographische Assistenz: Nora Tormann


Bühnenbild: Sichi Li


Bühnenbildassistenz: Sangyeon Lee


Lichtdesign: Raquel Rosildete


Lichtdesign-Assistenz: Alexandra Úhlarová


Sounddesign: Haesoo Jung 


Stimme (Audioguide): AngieM (EN), Sandra Hetzl (DE)


Video & Projektiondesign: Harshini J. Karunaratne


Kostüme: Tin Wang


Technische Leitung: Frieder Miller


Relaxed Performance: Agnieszka Habraschka


Audiodeskription: Irene Baumann


Audiodeskription Co-Autorin: Johanna Krins


Betreuungsperson & Sterbegefährtin: Alessa Rhode


Grafikdesign: Hung Kieu


Videodokumentation: Isabelle Schmitz


Fotodokumentation: Olivia Kwok


Öffentlichkeitsarbeit: Marcelo Vilela da Silva


Pressearbeit: Tom Müller-Heuser


Produktionsleitung: MIFRUSH Production (Micaela Trigo & Urszula Heuwinkel)
Produktionsassistenz: Nur Bildik

 

Alle Fotos sind "Courtesy of Ming Poon (Project: STARDUST)" (IG: @ming.apur)"Photo: Olivia Kwok" (IG: @ooleebs)