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Re-performing Nude with Sleleton

RE_PERFORMING

NUDE WITH SKELETON

Eine Performance von  Marina Abramović

 

Sie sagt darüber:

„In diesem Werk geht es vor allem darum, sich der eigenen Sterblichkeit zu stellen. Es geht um die Angst vor Schmerzen und die Angst vor dem Tod. Das ist etwas, wovor wir uns in unserem Leben am meisten fürchten.“

 

Für mich ist es, zusammen mit meinen wunderbaren Kolleg:innen Aya Toraiwa, Miki Shoji, Emma Lusena Ash, Yiannis Pappas, Roksolana Anakvatska, Rachel Bo Clark, Phoenix Chase-Meares, Itchi Fleischer und Alex Dimitriou, grosser Dank an sie, eine lange Reise.

 

Insgesamt waren es für mich am Ende 29 Performances über einen Zeitraum von 2 Monaten. Hier ein kleiner Bericht aus meiner Perspektive:

 

DER STILLE SCHMERZ

 

Jede Performance ist eine Reise. Ein Ritual, das immer dem gleichen Muster folgt. Nach aussen hin passiert nicht viel. In mir schon. Dem Zuschauer bleibt es weitgehend verborgen, da ich vollkommen bewegungslos unter dem Skelett liege. Jede einzelne Performance endet im Schmerz. Ich könnte abbrechen. Mache ich aber nicht. Ich bin keine Masochistin, aber das eigentlich Interessante beginnt jetzt und vielleicht nur auf diese Art. Die grosse Frage ist doch: wie gehen wir mit unseren Schmerzen um? Zum Schluss kommt immer der Moment, an dem ich ganz los lasse. Meistens dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich es gleich nicht mehr aushalte. Ich begebe mich in andere Räume und beobachte den Schmerz von dort. Nehme eine neue Perspektive ein, balanciere ihn aus. Ich weiss, dass er enden wird. So wird es uns allen gehen, schiesst mir durch den Kopf.   

 

Das Skelett ist das Sinnbild für all das, was wir im Leben ertragen müssen.   

 

Dann kommt die Erlösung. Das Gewicht wird von mir genommen. Und ich komme langsam zurück. Erst jetzt merke ich, wie weit ich gereist bin. Ich lasse das Leben zurück in meinen Körper fliessen, lasse mir die Zeit, die es braucht, um mich wieder durch die Aussenwelt bewegen zu können. Dieser Moment der Performance ist für mich etwas ganz Besonderes, das Bindeglied zwischen innen und außen. Jetzt bin ich nackt und verletzlich bis auf die Knochen. Aber auch stark. Und ich erlaube den Zuschauern mich dabei zu begleiten und diesen Moment zu bezeugen.

 

Meine letzten Performancetermine im August: 

01.08.  14:00 - 16:00

05.08.  14:00 - 16:00

08.08.  14:00 - 16:00

19:08.  14:00 - 16:00

22.08.  14:00 - 16:00

 

Kuratiert von Agnes Gryczkowska, Kuratorin und Autorin, und Jenny Schlenzka, Direktorin, Gropius Bau, mit Elena Franziska Setzer, Assistenzkuratorin, Gropius Bau, und Savannah Thümler, Kuratorische Assistenz, Gropius Bau 

 

Marina Abramović: Balkan Erotic Epic ist gefördert vom Hauptstadtkulturfond 

 

Weitere Informationen: https://www.berlinerfestspiele.de/en/gropius-bau/programm/2026/ausstellungen/marina-abramovic 

 

14.04. - 22.08.2026, Martin Gropiuds Bau; Berlin, Deutschland